St. Peter in
der Au, Aug.-Sept. 2011
E-Orgel für die
Kirche
In St. Peter bricht ein
neues musikalisches Zeitalter an
Nach St.Stephan in
Amstetten bekommt jetzt auch St.Peter in der Au eine elektronische
Orgel.
Die 6. Orgel in der
Geschichte der Pfarrkirche aus dem Jahre 1927 litt kontinuierlich an
Verlust ihrer Tonqualität. Durch zahlreiche
Renovierungs- und Wartungsarbeiten konnte sie aber immer wieder
halbwegs spielbar gemacht werden.
Die dringend fällige
Generalsanierung hätte 150.000 € gekostet, eine neue Orgel eine
halbe Million. Da sich die Pfarre solche Summen nicht
leisten kann, haben sich Pfarrer, Pfarrkirchen- und Pfarrgemeinderat
für die Anschaffung einer elektronischen Orgel um 35.000 € entschieden.
Am 7. August 2011 erklang
beim Sonntagsgottesdienst zum letzen Mal die alte Orgel.
Schon am nächsten Tag begannen fleißige Pfarrhelfer mit
der Demontage des alten Orgeltisches und mit diversen Vorarbeiten
für die Installation der neuen Orgel.
Es handelt sich dabei um den
Typ "Prestige 105" von der Firma Viscount aus Italien,
die vom Orgelzentrum "Vox
Coelestis" aus St. Martin im Mühlkreis für den österreichischen
Markt und unsere Klangvorstellungen adaptiert wurde.
"Dieses hochwertige
Instrument verwendet Registerklänge, die von Aufnahmen weltberühmter
Orgeln stammen und eine Sammlung von mehr als 500 Samples bilden",
erklärt Reinhold Breslmayr vom Orgelzentrum.
Dadurch solle für die
Zuhörer kein Unterschied zu einer Pfeifenorgel feststellbar
sein. Auch optisch wird sich in der Pfarrkirche nichts
ändern, da das Gehäuse und die Pfeifen der alten Orgel bestehen
bleiben.
Die neue Orgel verfügt
über:
-
* 3 Manuale mit 61
Tasten-Klaviaturen
-
* 57 Register,
Dispositionsänderungen möglich
-
* 12 Orchesterstimmen,
auswählbar aus 27
-
* 32-töniges
Pedal
-
* eingebauter
MIDI-Rekorder
-
* Abspielbarkeit über
PC
Mit dieser modern
bespielbaren und reichlich ausgestatteten Orgel erhofft sich Pfarrer
Anton Schuh, dass sich bald auch junge Orgelspieler zum
Musizieren in der Pfarre finden. "Möge die neue digitale 'Königin der
Instrumente' zur Freude der Menschen und zum Lob Gottes erklingen",
meint er und lädt zu folgenden Veranstaltungen rund um die neue
Orgel ein:
* Orgelweihe am
Sonntag, 11. September 2011 um 9:00 Uhr
Beim Hochamt wird die neue
Orgel von Pfarrer Schuh geweiht. Gespielt und gesungen
wird die Kleine Orgelsolomesse von Joseph Haydn durch den
Kirchenchor mit Unterstützung von Mitgliedern anderer Chöre unter
der Leitung von Marlies Tanzer. An der Orgel: Reinhold
Meyer, Seitenstetten
* Orgelkonzert "Vesper
Hymn" am Samstag, 17. September 2011 um 19:30 Uhr
Orgelkonzert mit dem
Kirchenmusiker und Musiklehrer Mag. Reinhold
Meyer aus Seitenstetten, bei welchem er sprichwörtlich auf der
neuen Orgel "alle Register ziehen" möchte. "Ich werde
versuchen, die neue Orgel mit ihrer Vielseitigkeit zu zeigen und
viele verschiedene Stimmungsbilder zu malen. Ich denke,
es wird sehr abwechslungsreich und das Programm wird sehr
'gefällig', und nicht 'schwerfällig'", so der Musiker.
Für sein Programm wählte er
u.a. ein Stück des Seitenstettner Komponisten Joseph
Anton Pfeiffer (1776-1859. Sein Schwiegervater Anton
Baumgartner hat im Jahr 1792 das Gehäuse der damaligen St. Peterer
Orgel gemacht). Weiters eine Toccata von Theodore
Dubois (19. Jh), ein Stück mit dem Titel "Processional" von Richard
Lloyd (geb. 1933) und ein Stück mit dem Titel "Vesper Hymn" von
William
Lloyd Webber (1914-1982). Auch ein Werk des
Orgelmeisters J.S. Bach wird vermutlich nicht fehlen.
* Buchpräsentation mit
Orgelmusik am Mittwoch, 19. Oktober 2011 um 19:30
Uhr
Präsentation eines
besonderen 'Gebetsbuches' mit dem Titel "Das
literarische Gebet", herausgegeben von "Künstlerpfarrer",
Seelsorger, Musiker, Autor und Prof. Peter Paul Kaspar aus
Linz. Die Anthologie, die auch einen Beitrag des
St.Peterer Autors Herbert Pauli beinhaltet, wird von Friedrich Ch.
Zauner, Präsident des OÖ P.E.N.-Clubs,
vorgestellt. Anschließend wird Pfarrer Kaspar selbst auf
der neuen Orgel spielen.
Mehr Fotos und Informationen
auf der Website der Pfarre: http://pfarre.stpeterau.at,
sowie in der Chronik "Musica
Sacra ad Sanctum Petrum in Augia" von Mag. Daniel
Brandstetter.
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Die Pfarre bedankt sich für
die teilweise großzügigen finanziellen Zuwendungen der St.Peterer
Wirtschaftstreibenden sowie der Gemeinde und bittet für den noch
offenen Betrag um weitere Spenden:
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