Up RPP 2011: "Das Unbehagen mit der Religion" Slideshow

 Wien, Islamisches Zentrum, 18.06.2011

 RPP 2011:  "Das Unbehagen mit der Religion - Islamophobie und verwandte Phänomene"

 Unter diesem Titel sorgte das Institut für Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie" (IRPP) schon im Vorfeld für großen Wirbel in den Lagern aller Couleurs.   Auch der Veranstaltungsort, das Islamische Zentrum Wien, verursachte bei manchen ziemliches Unbehagen.   Auf die Veranstalter und die Referenten hagelte es besorgte Emails und Drohbriefe.   Jetzt, einige Tage danach, liefert Google mit diesem Titel schon tausende Ergebnisse.

 Nachdem das IRPP es schaffte, die Jahrhunderte alten Gräben zw. Religion und Wissenschaft zu überbrücken (wir berichteten), gelang dem Institut und dessen Gründer Dr.Raphael Bonelli mit diesem interdisziplinären, multikulturellen und multireligiösen Kongress indirekt der nächste Coup:  die seit Kardinal König ziemlich erstarrten Beziehungen zw. den christlichen Kirchen und der islamischen Gemeinschaft in Österreich bekam einen starken Impuls.

 Islamophobie ist nicht christlich und nicht katholisch !

 Objektiv und unparteiisch schilderte auch Stephan Baier (Theologe, Journalist, Publizist und Nahost Experte) bei seinem Vortrag "Das Phänomen der so genannten Islamophobie" und in der anschließenden Diskussion sowie Gesprächen, Geschichte und Aktualität der Beziehung Christentum - Islam.

 Der Orient hätte lange bewundernd auf den Okzident geschaut, da jedoch alle dessen Ideologien (Nationalismus, Kommunismus, Kapitalismus) gescheitert sind, und hier nur noch Materialismus und Atheismus herrschen, kann für einen orientalischen Menschen die Lösung nur noch Islam heißen.

 Das Fehlen des Glaubens, die Gottlosigkeit der westlichen Gesellschaft, sei der Grund, warum Moslems sich nicht integrieren wollen und lieber gettoisieren.   Islamismus könne deswegen nicht mit Säkularismus bekämpft werden, sondern im Gegenteil:   nur ein starkes Glaubenszeugnis unsererseits kann die Moslems dazu bewegen, unsere Gesellschaft wieder schätzen zu lernen, was sie gegen das Lauffeuer des islamistischen Fanatismus immun machen würde.

 Die -nicht nur aus diesem Grund- dringend notwendige Renaissance des Christentums wird durch das Vorgehen in Brüssel erschwert, denn es scheint, dass die Religionskritik, die in einem säkularen Staat ihren Platz haben darf und muss, in der EU immer mehr zur Staatsideologie wird.

 Altabt Henckel Donnersmarck forderte den Staat auf, "Werteproduzenten" zu fördern, rief die Moslems zu einer Allianz, und alle Religionen zu einem globalen "Sozialen Wort" auf

 Der Relativismus bringt nur den Zerfall ideeller Werte und schießlich den des Staates selbst mit sich, daher "müsse der Staat eigentlich ungeheures Interesse dran haben, geistige "Werteproduzenten, sowohl christliche, moslemische als auch humanistische, nicht nur passiv zu dulden, sondern aktiv zu fördern", so Altabt Henckel-Donnersmarck in seinem Vortrag (Video auf gloria.tv).

 Die Moslems rief er unverhüllt zur Vernunft und zu einer Allianz gegen den diktatorischen totalitären Relativismus auf.   Unsererseits seien die Hände offen:  Papst Benedikt XVI. betete mit Moslems in der Blauen Moschee.   Seine Rede in Regensburg sei religionsverbindend gewesen, aber missverstanden bzw. von den Medien manipuliert worden.   Der selige Papst Johannes Paul II. küsste den Koran in Bagdad, in Casablanca sagte er vor 80 Tausend moslemischen Jugendlichen: "Wir glauben an denselben Gott ... !".  

 Der Altabt, der Stift Heiligenkreuz zu Weltruhm brachte, dem man sicher keine Naivität und Blauäugikeit vorwerfen kann, freut sich über Minarette und kämpft persönlich für die Rechte der Moslems in Österreich.   Er erwartet aber, dass Glaubensfreiheit auch für Kopten in Ägypten, Assyrer und Chaldäer im Irak, sowie viele andere unterdrückte Christen in islamischen Ländern gelten müsse.

 An die Verantwortlichen der anderen Religionen appellierte der Altabt, ein gemeinsames "Soziales Wort" zu verfassen, denn "die Welt wartet eigentlich darauf", dass sich Vertreter des Guten mit einem guten Wort und gutem Rat zu den vielen Problemen in der Welt melden.


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